Anders als die anderen ( in English below here ) ist "Mann", wenn "Mann" schwul ist... Und dann kommt "Mann" in Schwulitäten... Inhalt: Paul Körner, die Hauptfigur in dem semidokumentarisch aufgebauten Film, fühlt sich schon zu Schulzeiten zu einem Klassenkameraden hingezogen. Zu sehr, wie der Lehrkörper befindet. Und so wird er von der Schule verwiesen. Dennoch vermag er ein Studium aufzunehmen, welches ihn aber auch nicht befriedigt. Seine Kommilitonen drängen ihn ständig, mit Mädchen anzubandeln. Doch danach steht Pauls Sinn nicht... Er gibt das Studentenleben auf und sich seiner Begabung hin, als Violinvirtuose sein Geld zu verdienen. Als gefeierter Star, niemand weiß um seine Homosexualität. Nach einem seiner Konzerte erscheint sein treuester Fan - ein junger Mann - und bittet um Privatunterricht. Romantisch. Doch auf einem Schwulenball nimmt Paul einen Fremden mit nach Hause. Ein fataler Fehler, denn er wird nun das Opfer eines Verbrechers - eines Erpressers. Dieser droht, ihn wegen Verstoßes gegen den § 175 anzuzeigen. Paul zahlt, bis ihm der Besuch eines Vortrags von Magnus Hirschfeld und die wissenschaftliche Betrachtung der Homosexualität neues Selbstbewusstsein geben. Er zeigt Bollek an, der zwar wegen Erpressung verurteilt wird - doch nun ist auch Körners Veranlagung bekannt und er wird gesellschaftlich geächtet. Körner begeht Selbstmord. Fazit: Ein filmhistorisches Dokument, ein Stück lebendige Schwulengeschichte. Richard Oswald schuf unter der Beratung Magnus Hirschfelds einen Film, der 1919 seiner Zeit weit voraus war und folgerichtig von den Behörden zensiert wurde. Den Restauratoren gelang es, aus einer in der Ukraine aufgefundenen Filmrolle, die Originalfassung wiederherzustellen. Mit ANDERS ALS DIE ANDERN hat Richard Oswald den ersten Homosexuellen-Film der Filmgeschichte geschaffen. Der Film wurde am 18.08.1920 verboten "mit der Maßgabe, dass die Vorführung zugelassen wird vor bestimmten Personenkreisen, nämlich Ärzten und Medizinalbeflissenen, in Lehranstalten und wissenschaftlichen Instituten." Different from the others: Paul Körner, main character in this semi-documentary already feels different in his schooldays and is attracted to a classmate. Too much in the opinion of the staff, so he's expelled. When he's allowed to pick up his studies he cannot concentrate any longer. He gives up and starts a carreer as violinplayer. Very successfull, as nobody knows about his true identity. After one of his concerts a beautiful guy asks him for private music-lessons. A romantic affair starts, but at a Gay Ball he pics up another guy who then treatens to expose them and end the music-carreer for sure, so the blackmailer gets payed. Then Magnus Hirschfeld (1868-1935) shows up , he was a social/sexual-scientist who started the first homosexual emancipation movement in Berlin in 1897 (!), das 'Wissenschaftlich humanitäre Komitee'. The lovers now fired-up sense of pride makes them go to the police to get the blackmailer behind bars. Which in turn makes his violin-carreer decline and this in the end results in his suicide. With 'Anders als die anderen' Richard Oswald has made the first gay movie in history. The film was forbidden in 1920, and restricted showings were only allowed for those in the medical profession and scientists. it's an amazing document, Living queer history. Oswald and Hirschfeld were far ahead of their times in 1919 when it premiered and was susequently heavily sensored. Historians found the original footage in the Ukraine after WWII and managed to restore the complete original version.